Am Freitag müssen wir ein bischen “trödeln” da wir bei der Tourplanung die Tour de France leider völlig übersehen hatten und im ursprünglichem Plan wären wir am Sonntag in den Alpen mitten in den Tourtross gerauscht.

Norbert wollte sowieso noch bei Fallert vorbei und so fahren wir via Allerheiligen nach Achern. Hier stellt sich raus, das der GS beim Supermoto-Umbau, der falsche ABSring verpasst wurde und deshalb die ABSaussetzer auftreten. Das Problem wurde gleich kostenlos erledigt, super Service! Das ganze dauert dann doch ein bischen länger und ich schwatze ein bischen mit Fallert-Senior, der grade eine BMW von 1934 am Restaurieren ist. Die legendäre Königswellen BMW steht natürlich im Showroom

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Gegen 11:30 ist alles geregelt und wir können los. Vogesen :-)

Erstmal bis Lahr BAB, da für den Donon die Zeit nicht reicht wollen wir bei Obernai einsteigen, in Nonnenweiler wird erstmal für die Mittagspause eingekauft und kurz hinter dem Mt. St. Odile schön auf dem Berg bei unter 30 Grad ist dann die erste richtige Tourbrotzeit und das Beste: Die nächsten 2500km keine BAB und so gut wie immer nur Graden unter 1km Länge :-) Wir haben uns dann auch gleich für den Nachmittag die Tour des Ballons vorgenommen :-)

Aber zuerst die ultra leckere Strecke Le Hohwald-Col du Kreuzweg-Breitenbach-Ville-Fouchy-Col de Fouchy- Ja! Auch mit Tankrucksack und Gepäckrolle sind annehmbare Schräglagen machbar. Oben auf dem Col ein kleines Päuschen, denn runter nach Rombach geht’s lustig weiter, dann folgt eine kurze langweilige Verbindungsstrecke nach St. Marie aux Mines, hier muss man sich entscheiden: Bonhomme oder Freland. Wir nehmen den Col de Freland, die Route des Cretes heben wir uns für’s nächste Mal auf.

Vor dem Freland kommt aber erst noch der Col du Haut de Ribeauville dann den Abzweig auf die D11 nicht verpassen und ab nach Aubure und Freland. Ein kurzes Stück N415 und dann auf die D48 Richtung Orbey, hinter Orbey weiter Richtung Hohrodberg über den Col du Wettstein und le Linge nach Hohrod. Jetzt ein kurzes Stück D417 nach Münster, wenn man das Gewusel in Münster Richtung Muhlbach/Metzeral hinter sich gelassen hat, wird es wieder angenehm und hinter Sondernach geht links gleich die Anfahrt zum ersten Ballon, dem Petit Ballon los. Leider musste die Fahrbahn ausgebessert werden und so starten wir mal wieder einen Schotterabschnitt.... Irgendwie müssen die Elsässer aber eine eigenwillige Ansicht von “ Strassenausbesserung” haben, jedenfalls sich im Mittelstück die Löcher noch da und Splitt liegt überall rum. Oben auf dem Petit Ballon wird man aber mit einer grandiosen Aussicht belohnt.

Norbert hat’s so durchgeschüttelt, das er sich weigert die gleiche Strecke wieder runter zufahren, ich hab allerdings auch keine Lust drauf, also gen Norden und via Solberg nach Lutterbach, das ist eine vernünftige Strasse. Nochmal bis Sondernach, aber jetzt gradeaus die D27 weiter rauf zum Col du Platzerwasel, schick! Einen kurzen Espresso an der Glaskuppel bei Le Markstein und weiter zum Grand Ballon, die D431 ist prima, super Kurven, schön!!! Kurzer Fotostop und weiter, rechts ab Richtung Goldbach und Willer-sur-Thur und prima das die Strassen trocken sind, denn auf dieser Strecke hat man zur Belustigung einige Kurven mit Kopfstein gepflastert!!!!

In Willer links Richtung Thann und in Bitschwiller den kleinen leicht übersehbaren Abzweig Richtung Masevaux, jetzt kommt der Col du Hundsrück, lecker Kurven ganz ohne Kopfsteinpflaster :-) In Masevaux rechts auf die D466, in Sewen noch mal getankt und weiter Richtung Ballon d’Alsace. Nach dem Schild “WoMos verboten” geht es richtig zur Sache :-) Der nächste Ballon, der nächste Fotostop.

Jetzt wird es Zeit an die Burg zu kommen, diesmal beim Holländer am Col du Bussang, die letzte Unterkunft die von Oldenburg aus gebucht wurde, leider war dort schon alles belegt, aber bei einem Bekannten sind wir doch unter gekommen und haben auch gleich Leute getroffen. Eine so bepackte GS habe ich vorher noch nicht gesehen: 5 Gepäckrollen auf den Alukoffern zu einem prima Sozia-Nick-Platz anrangiert :-)
Die beiden hatten 3 Wochen Sardinien hinter sich, die GS 3 ATÜ hinten und war trotzdem ziemlich platt (Seit ihr eigentlich gut nach Hause gekommen?) Jedenfalls gab’s Barbecque und ziemlich lange Benzingespräche.