Am nächsten Morgen war Norberts Kreuz vom Petit Ballon und dem weichen Bett so derangiert, das wir erstmal nach Lörrach gefahren sind um ihn wieder einzurenken.
Weiter gings via Basel (in die Schweiz sind wir allein an diesem Vormittag 4* rein und raus gefahr'n) nach Frankreich und dann immer die D473 längs, in Ferette haben wir dann noch ordendlich für die mittägliche Pause eingekauft und sind dann in die schweizer Beule gefahren. In Porrentruy Richtung Fontenais um in Frankreich auf das Doubs-Tal zu treffen. Beim Grenzübergang in Montancy steht oben auf dem Berg ein Altenheim und ein Schild Durchfahrt verboten im Garten auf der linken Seite war eine Hollywoodschaukel nebst zwei alten Damen, die freundlich gewunken haben. Wir betrachteten diese beiden als schweizerische und französiche Zöllner, die die Weiterfahrt freigaben....:-) Berg runter erwischt Norbert den falschen Abzweig und wir landen auf einer kleinen weißen Straße die uns auch nach Glere bringt, netter Umweg mit wenig Verkehr und schöner Pause.
Von hier gehts durch das Doubstal nach St. Hippolyte, die Kurven sind langgestreckter und schreien eigentlich nach Gaaaas, aber gedenk der französchischen Tarife halten wir uns ein wenig zurück... In St. Hippolyte geht der Abzweig in Dessoubretal ab und fängt sehr schön an, ist aber leider gesplittet entsprechend vorsichtig lassen wir es angehen. Dann höllen einige Franzosen an uns vorbei und DAS haben wir nicht auf uns sitzen lassen :-)
Richtig klasse Achterbahn über mehr als 30km, JA, wenn da nicht der Benzinhahn wäre, der noch in der Schweiz auf Reserve gedreht wurde und ich mit dem 15l Tank schon fast 300km auf der Uhr habe... An der Kneipe in Gigor halten die Franzosen, wir auch um sie nach der nächsten Tankstelle zu fragen, aber die waren auch keine Einheimischen...:-) Egal..., weiter gehts zum Roche du Pretre, lecker Kurven mit Rastenkratzen :-) Langsam sollten wir ein Hotel suchen und tanken muss ich ja auch noch. Im Internet hatte ich eine Herberge in Bonnetage gefunden Logis de France **, da sind wir dann hin und auch unter gekommen und so gar eine Garage gabs gratis nebst goldenem Schlüssel (o.k. war Messing), ausser uns waren dort nur Radfahrer.
Wir sind dann noch kurz nach Maiche und haben dort den teuersten Sprit der Tour gezapft, aber immerhin 14.4l bei 357km (normalerweise sind bei 200km gut 11l weg). In Bonnetage haben wir uns dann die Franz.Jura-Version von Schlachteplatte gegönnt :-)