Am nächsten Morgen sind wieder andere Bewohner anwesend und wir fahren weiter, nochmal Col des Aravis, durch den Georges de l’Arondine eine sehr schöne Strecke manchmal ein bischen überraschend, in Flumet wird nur Baquette gekauft, wir hatten uns gestern im Produit Regionot eingedeckt, in dieser langen 180 Grad Kehre am Nant Rouge ist Frühstückspause, sehr netter Picknickplatz!

Jetzt ruft er wieder der Berg :-) Den Col des Saisies, 1650m und damit als Pass in der Liste haben wir gar nicht mitbekommen :-) den Col de Meraillet auch nicht und sind erst wieder am Lac de Roselend zum Stehen gekommen, weil es dort nen Tauchclub gibt. Lustige Vorstellung: tauchen auf über 1500m über Meereshöhe. Bei dem Wasserstand im Juli 2003, war’s aber wohl nichts mit tauchen....

Weiter über den Cormet de Roselend (1967m) und Cret Bettex runter nach Bourg-St.Maurice. Die Strecke bis ins Val d’Isere ist für Busse ausgelegt und entsprechend langweilig. Val d’Isere selbst erinnert an den Ballermann nur mit Bergen statt Mittelmeer. Aber dann, dann kommt er der Aufstieg zum Col d’Iseran, mit 2770m der 2 höchste Punkt. Natürlich haben wir oben die franz-Alpen Pflichtfotos gemacht. Der Col selbst ist öd und leer, wenn nicht auch hier die Radfahrer wären...

Weiter geht’s die D902 runter, hinter Besssans finden wir einen netten Platz für die Mittagspause, die Temperatur liegt mittlerweile bei angenehmen 25 Grad :-)
Ab Lanslebourg geht die D902 in die N6 über und entsprechend ist auch die Ausbaustufe und der Verkehr, in St. Michel de Maurienne geht’s links auf der D902 zum Col du Galibier, aber aufgepasst, ausgeschildert ist der Col du Telegraphe und Valloire! Die 11,5km zum Telegraphe sind seehr schön und der Col selber mit 1566mm grad’ in der Liste. Die nächsten 14km sind nicht so doll, aber dann geht’s den Galibier rauf, lecker. Oben auf dem Col ist wegen Überfüllung geschlossen, nee, aber es ist so voll von WoMos, Autos und Radfahrern, das ein “Gipfelfoto” nicht möglich ist. Runter geht’s zum Col du Lautaret und hier steppt der Bär! Womos wohin man guckt, wir sind einen Tag hinter der Tour de France und hier auf dem Parkplatz wird von den Fans die Tour im Fernsehen verfolgt, wir gönnen uns einen Petit-Noir.

Auf den nächsten 30km auf der N31 nach Briancon ist doch tatsächlich an einigen Stellen die Straße naß, sollte es etwa geregnet haben?
In Briancon geht’s weiter zum Col d’Izoard, wieder auf der D902, eigentlich wollen wir vor dem Col im Refuge Napeleon übernachten, aber das ist’s voll. So geht’s gegen 19:00 doch noch über den Izoard, auf sehr schönen Mopedstrecken in merkwürdiger Landschaft. Untergekommen sind wir dann auf der anderen Seite des Izoard in Arvieux und haben den Abend mit zwei Stuttgartern verplauscht.