Montag 30.04.01

7:00 die Sonne scheint und es sind schon 18 Grad, soviel hatten wir an den beiden vorherigen Tagen zusammen, Wow!

Paul hat als fast Odenwäldler einen Rundkurs mit den besten Strecken ausgearbeitet und hängt die Tourkarte beim Frühstück aus, außerdem malt er sie auf jede Karte die ihm untergeschoben wird, eigentlich kann nichts mehr schiefgehen, aber dazu später mehr :-)

Gegen 10:00 haben sich alle gesammelt, die Temperatur kratzt die 20 Gradmarke, jetzt kann sie losgehen, die Odenwaldrunde.Der Einstieg in den Rundkurs erfolgt in Amorbach, bis hier hin geht's auf der Bundesstrasse, genau richtig um wach zu werden :-)

In Wellbach links ab, Richtung Bad König, im Ohrnbachtal entlang. Schon auf dem ersten Abschnitt entwickelt Paule eine hervorragende Lotsentechnik: Paul vornweg, bei einem Abzweig hält er und weist das Feld ein, danach saust er wieder vom letzten auf den ersten Platz.

In Michelstadt wird kräftig gebaut und so verlieren wir uns gegenseitig aus den Augen. Nach entlichen Michelstädtersuchfahrten ist das W-Feld wieder komplett und weiter geht's via Rehbach nach Bockenrod.

Kurz danach schlägt Paulemanns Lotsentechnik erbarmungslos zu:Paul will eigentlich nur den Kurs checken und hält hierfür an, leider hat er nicht bedacht, das er kurz vor einer Abzweigung steht, also donnern die vielen Ws an ihm vorbei und biegen rechts ab....

Beim Mittag in Lindenfels stellt sich der Irtum heraus, dummerweise haben wir so die "genialsten Serpentinen des ganzen Odenwalds" verpasst, nunja. Michael und Dietmar müssen diese unbedingt noch unter die Räder nehmen, während wir anderen ausgiebig Brotzeiten.

Im Felsenmeer soll der Sage nach die Quelle sein, die schon einst Siegfried unverwundbar machte, diese Mitteilung von Paul löst bei einigen W-Treibern Rituelle Waschungen aus.

Weiter über Fürth und Rimbach, Waldmichelbach nach Heiligkreuzsteinach, in diesem Abschnitt beginnt sich das Feld in 3 Teile aufzudröseln: Vorne weg unsere 3 Tiefflieger Uli, Michael und Dietmar, dann ein Feld mit ca 10 Leuten die's einwenig zügiger mögen und der Rest.

In Heiligkreuzsteinach geht's links in eine unscheinbare Waldstrasse, die quer durch den "finsteren Tann" nach Brombach führt, mittendrin im Tann proben scheint's einige Leute für die Walpurgisnacht. Den Berg runter grinsen Thomas und ich uns kurz in einer Serpentine an (beide fahren in die gleiche Richtung) und nach der nächsten Kreuzung geht's mit Thomas durch und er brettert auf einer nicht eben breiten und löchrigen Strasse an uns vorbei. Nachher meint er, das es "wie in den Alpen" war und daher hätte er nicht anders gekonnt...

An der nächsten Kreuzung können sich unsere Scouts Volker und Thomas nicht einigen: Links oder Gradeaus? Da wir alle wissen, das wir nach Beerfelden müssen und Beerfelden nunmal links ausgeschildert ist, fahren wir leider völlig falsch links ab....

Die Strasse ist geschwindigkeitstechnisch "grade noch STVO kompatibel" (noch nen bischen grader und der Lappen ist weg), langsam müssen wir Sprit fassen, beim Tanken fällt uns auf, das langsam doch mal die Anderen auftauchen sollten, was sie aber nicht tun...also drehen wir um, um sie ca 10km weiter uns entgegenkommend zu treffen. Jetzt erfahren wir, das wir Deppen leider eine " kurventechnisch geniale Strecke" durchs linksabbiegen verpasst haben... Zu spät um diese noch zu fahren, also weiter nach Beerfelden.

Hier muss der Rest tanken, was zu dem epochalen Erlebnis einer hochdrehenden Goldwing führt (Porsche ähnlicher Sound), weiter nach Ober-Sensbach zum Buckelwirt zur Vesper (Tass' Kaff').

In Kailbach sorgt die durchdonnernde "W-Horde" für etliche steife Nacken im Motorradtreff :-) Bald darauf sind wir wieder in Amorbach und fahren via Bundesstrasse gen Walldürn.

Diesen Abend haben wir alle keine Lust wieder 2 km zu stiefeln und treiben eine Pizzaria auf, die bereit ist ca 40 Pizzen an die DJH zu liefern, netterweise spendet ein Nachbar Holz so das wir fast zünftig Pizza am Lagerfeuer geniesen. Gegen drölf Uhr wird auch dieser Abend beendet.